Segelwochenende auf der Ostsee 2010

Wie jedes Jahr war auch dieses Jahr wieder ein Segelwochenende auf der Ostsee geplant und mit viel Anstrengung wurden auch alle Termine so verlegt, dass wirklich jeder, der mit wollte die Chance bekam. Dieses Jahr konnte nur Hauke auf der Bannerouge mitkommen, da Lutz’ Schiff nicht im Wasser war. Vielmehr hätte nur Hauke nur mitkommen können – doch auch das wurde durch einen Crash am vorigen Wochenende verhindert. Mit noch mehr Anstrengung schaffte Olli es dann doch noch ein zweites Motorboot zu beschaffen und konnten am Samstag mehr oder weniger entspannt oder doch gestresst aufbrechen.
Olli fuhr den Kinderbus samt Christoph; Hauke, Simone, Maike und Caro bildeten den Schlafwagen, Alex und Fredi brachten IRRE! nach Travemünde und Lutz und Niko verlebten eine (schöne?) Vater-Sohn-Fahrt. In Travemünde angekommen wurde der Jugendraum mit Taschen, Schlafsäcken und Isomatten gefüllt, eine letzte Stulle gegessen und dann Neoprenanzüge, Regensachen und Schwimmwesten angezogen um möglichst bald auf’s Wasser zu kommen.
Den Opti-Trailer hatte Marzell schon am Vorabend nach Travemünde gebracht und so segelten fünf Optis und zwei 420er auf die Ostsee. Die Motorboote versorgten alle mit reichlich Essen und Hauke hatte großen Spaß an der Nutzung des Megafons. Der Wind wehte mit entspannten 3-4 bft und so wirklich auf ihre Kosten kamen Niko und Caro erst in der kurzen Regensequenz, auch wenn Caro um ihr Leben fürchtete während Niko sich nicht dazu bereit erklärte das Großsegel zu fieren 🙂 Die Optikids waren in der Nähe von dem ankernden Motorboot von Bjanes Großeltern einen Up-and-Down Kurs unter der lautstarken Betreuung von Hauke gesegelt 🙂 In einem unbedachten Moment (der komische Winddreher, komische Steuermänner, komische Fockschoten und komische Ablenkung durch Motorboote vereinte) testeten Niko und Caro nochmal die Wassertemperatur und entschieden sich im Anschluss trockene, warme Kleidung an Land zu bevorzugen. So konnte ganz entspannt kiloweise das Gemüse für das Abendessen geschnitten werden und die Pilze unauffällig in die für die Kinder „Pilz-lose“ Sauce gemischt werden. Bjane, Tim, Tom, Robin, Marc und Nicolas bauten in der Zwischenzeit ihre Betten auf und beschäftigten sich mit Kissenschlachten und Twister. Auch Hauke und Caro entdeckten Twister für sich, jedoch neigte Hauke zum Umtacklen körperlich Unterlegener. Nach einigen „Ausflügen“ auf den Spielplatz vor der Tür machten wir noch einen Abendspaziergang mit Sprint und Joggen, bis die Kleinen endlich mehr oder weniger müde in ihre Betten verfrachtet werden konnten. Auch der Rest war müde bis todmüde, zwang sich jedoch noch zu einem gemütlichen Beisammensein. 
Am nächsten Morgen wussten es einige der Anwesenden zu bereuen nicht schon mit den Kleinen Schlafen gegangen zu sein. Zum Einen hätte ein verfrühtes Einschlafen verhindert durch schnarchende Mitschläfer erst gar nicht einschlafen zu können, zum Anderen hätte es ein wenig mehr Zeit gegeben die Anstrengungen des vorangegangenen Tages ausgleichen zu können. Also holten Simone, Marzell, Bjane und Caro am Sonntagmorgen vollkommen gerädert Brötchen, duschten um den anderen noch etwas Schlafzeit zu gewähren und weckten dann aber alle mit dem Geklapper des Tischdeckens. So waren wir nach einem gemütlichen Frühstück schon gegen kurz vor elf segelfertig und hatten noch einmal tollen Wind für Spi-Cruisen und Actionsailor-Dasein auf der Kreuz. Die Opti-Segler legten schon ein bisschen früher wieder an und fingen vom Steg aus Krebse, Krabben und anderes Meeresgetier, während die zwei 420er gegeneinander antraten, wobei Fredi und Caro (natürlich!!!) haushoch gewannen, aber auch ihnen ging langsam die Kraft aus und es wurde zurück in den Hafen gesegelt.
Wie es wohl Tradition ist, schüttete es zum Abschied beim letzten Verzurren der Boote wie aus Eimern und wir stiegen alle nass, müde aber fröhlich in die Autos um wieder zurück nach Geesthacht und Umgebung zu reisen. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an Christoph, Simone, Hauke, Lutz und Marzell, die wie jedes Jahr alles gegeben haben um uns ein tolles Wochenende zu ermöglichen,  und Olli, der uns mit viel Stress und Mühe doch noch ein Motorboot organisieren konnte.