Segelfreizeit Ratzeburger See 2019

Vorab: Der Wetterbericht war schlecht, Temperaturen um 0 Grad, Hagel, Regen und Sturm war angekündigt. Es gab einige Sorgen, was zu tun sei, wenn wir nicht aufs Wasser könnten. Doch, wir hatten Glück! Wir starteten am Freitag, den 3.05.2019 gegen 15 Uhr vom SVG. Den Trailer mit den Optis und Segeln hatten wir bereits am Vortag, unter Helmut‘s Anleitung
beladen. Auch der 420er war rechtzeitig zur Abfahrt auf dem Trailer festgezurrt.
Gegen 16 Uhr trafen wir beim CVJM in Ratzeburg ein. Es folgte die Aufteilung der Zimmer, insgesamt waren wir 13 Kinder und 9 Erwachsene. Um 18 Uhr gab es Abendessen und beim Blick aus dem Fenster bot sich uns eine wunderbare Aussicht auf den Ratzeburger See.
Nach der Stärkung kamen die Boote und Segel vom Trailer, dabei wurden wir durch eine plötzliche Sturmböe mit Regen überrascht und die Optisegel mussten schnell in Sicherheit gebracht werden. Nach getaner Arbeit ging es zum gemütlichen Teil über. In den Seminarraum wurde eine Tischtennisplatte geschoben und nebenan gab es eine Teeküche mit Eckbank, sodass wir hier einen netten Abend verbrachten.
Am Samstag, fast überraschend, ein Morgen mit blauem Himmel, Sonne und Wind! Nach dem Frühstück ging es in den Seminarraum zur Besprechung: Wir hatten neben den mitgebrachten Booten (6 Optis und ein 420er) noch 2 Conger Jollen gemietet und einen Polyvalk für die Erwachsenen. Einige der Opti-Kinder wollten sich gerne in der Jolle
versuchen. Dennoch, die allermeisten waren seit dem Winter noch nicht auf dem Wasser gewesen. So durften Tim und Anton zunächst in die Conger Jolle, zusammen mit Emma und Beeke. Die zweite

 

 Conger wurde besetzt von Andreas Blasi mit Joos und Ricardo. Benjamin und Marc segelten den 420er und Jan, Juri und Björn in den Optis. Lena und Timo segelten mit den Erwachsenen im Polyvalk. Der ein oder andere wurde auch nass, sei es durch ausrutschen auf der Slipanlage oder ein
Kentern bei böigem Wind, der Stärke 3-4, West.

Alle kamen rechtzeitig zum Mittagessen wieder in den Hafen. Um 14.30 Uhr hatten wir eine Fahrt mit dem Kutter ‚Alte Liebe‘ geplant. Eine Aktion für alle, – doch nun gab vorab einige Diskussionen ob denn wirklich alle mit’müssen‘, denn der Wind zum Selbersegeln war günstig. Schließlich kam es zur Einigung und wir hatten viel Spaß auf dieser Ausfahrt mit beinahe 5-6 Windstärken und ordentlichen Wellen.

Wer wollte konnte den Rest des Nachmittags noch zum Segeln nutzen, andere gingen spazieren oder einkaufen für den gemütlichen Abend. Am Sonntag stellten wir schon beim Frühstück fest, dass kaum ein Lüftchen wehte. Wie schade. Schon wurden Alternativen angestrengt, vielleicht Kanu paddeln, wie schon im letzten Jahr. Doch bei den meisten war doch die große Hoffnung noch einmal zu segeln. Es dauerte noch eine Weile bis das Gepäck wieder komplett verstaut und die Zimmer
geräumt waren. Gegen 10.30 Uhr kam leichter Wind auf, zum Glück!
Vor allem für eine 3er Crew der Opti-Segler, die gerne einmal die Conger Jolle segeln wollte. Nach deutlichen Zweifeln der Trainer am Vortag wurde der Wunsch noch einmal vorgetragen und diesmal konnte man es in Anbetracht der Windverhältnisse und auch mit Absicherung durch das Motorboot erlauben. Helmut übernahm die Einweisung. Es klappte zur Freude aller ganz hervorragend, und Joos, Juri und Ricardo wurden zu stolzen Seglern.

Nach dem Mittagessen wurde die ganze Ausrüstung verstaut und auch die Boote kamen wieder auf die Trailer.
Gegen 15 Uhr fuhren wir wieder ab und waren eine Stunde später zurück in Geesthacht. Gemeinsam wurde die Ausrüstung verstaut. Etwas erschöpft aber glücklich blicken wir auf ein tolles Segelwochenende zurück und schmieden bereits Pläne das Nächste. Wir danken der Herbergsleitung sehr für das Entgegenkommen!

Fotos: A. Blasi , W.Waidhas-Stubbe
Text: W.Waidhas-Stubbe