Zukunft

Zur Zukunft des Segel- und Motorsports in der Elbestadt Geesthacht

2021? Wir sind überzeugt, dass  mit mutigen  Entscheidungen,  kreativen Ideen und  Vertrauen  in  den guten Willen der Beteiligten die Vision einer lebendigen „Hafencity“ in Geesthacht mit der SVG gelingen kann!

In der Übergangszeit soll am Pier3 ein Container für die Jugendarbeit aufgestellt werden. Hier liegt dann auch der neue Wassersportsteg der Stadt Geesthacht. Ein Konzept für den Sommer 2021 im Hafen 1 muss noch erarbeitet werden.

Offen bleibt jedoch noch die Frage nach dem für die Mitglieder wichtigen Winterlager ab Mai. Neben einigen Absagen gibt es noch ein paar Eisen im Feuer. Wer hier noch Ideen oder Angebote hat, möge sich bei dem Vorstand melden.

2020 Im November 2020 gehen die Planungen für die neue Promenade weiter. Die SVG wird hier auch mit einbezogen und kann ihre Vorstellungen mit einbringen. Mittlerweile sind auch die Zuschüsse für den Jugendsteg von der ARSE genehmigt worden. Die Planungen für einen Neubau des Vereinsheims sind zwar noch nicht abgeschlossen, sie geben aber Zuversicht, dass wir im Jahr 2022 wieder Gäste und Mitglieder unter ein Dach bringen können.

Das Kranen im Oktober am Pier3 wird zu einem spektakulären Ereignis – spätestens als die „Irene“ in den Laderaum des Frachters „Lobenstein“ gehoben wird. Etwa 20 Schiffe finden auf dem nahegelegenen Parkplatz einen Ort für den Winter 2020/21. Die Stadt stellt nicht nur den Platz und die Stromleitung, sondern begradigt auch die Auffahrt.

Im September 2020 muss das Vereinsheim geräumt werden. Alle Mitglieder packen mit an. Ein Teil kommt in eine angemietete Garage in Dassendorf. Andere Dinge werden auf der dem Gelände auf der Elbinsel in einem Zelt eingelagert.

Anfang Mai 2020 konnten die Boote coronabedingt immer noch nicht zu Wasser gebracht werden. Um uns herum wurden die Gebäude in der Hallenstraße abgerissen. Das Ende der Pachtverträge steht bevor und nun stellt sich heraus, dass eine Finanzierung unter den herrschenden Rahmenbedingungen unmöglich ist. Ein Plan B muss her.

Mittlerweile steht der Vorstand in monatlichen Treffen mit der Stadt im engen Austausch mit Herrn Schulze, Herrn Junge und Herrn Roßmann. Neben den organisatorischen Fragen kristallisiert sich ein Lösungsweg heraus. Die Stadt baut den Entwurf der SVG und vermietet es an den Seglerverein.

Im März 2020 stellt der Architekt Stefan Seeger unseren Entwurf im Planungsausschuß Verwaltung und Politik vor. Die Seglervereinigung tritt mit vielen Mitgliedern im Ausschuß auf. Das beindruckt das Gremium genauso wie unser Entwurf. Den Fraktionen gefällt das Objekt. Allein bleibt die Frage der Finanzierung. Mittlerweile sind wieder Monate ins Land gegangen, der Standortbeauftragte hatte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niedergelegt und die Corona Pandemie begann die Gesellschaft und damit auch die SVG in den Griff zu nehmen.

Anfang Januar 2020 kam von der Diakonie die Absage zu den zumindest theoretisch realisierbaren Kooperationsmöglichkeiten, welche von den Beauftragten erarbeitet wurden. 
 
Quo vadis SVG? Statt Gewinner auf allen Seiten, nur Verlierer, Verzweifelte und Traurige?  Und sollten die ungezählten Stunden ehrenamtliches Engagement umsonst gewesen sein? War die wunderbare 60 Jahre Jubiläumsfeier im Sommer bereits der Leichenschmaus?
 
Der  Vorstand  hat  die  Hoffnung  noch  nicht  aufgegeben.  Geesthacht  als  Elbestadt  und  ihren historischen Wurzeln in der Schiffart muss nicht nur am Wasser sondern auch auf dem Wasser bleiben.
 
Warum sollte es nicht möglich sein, von der Stadt ein Grundstück von ca. 350 m² auf Erbpachtbasis zu erwerben oder noch besser angesichts der historisch niedrigen Zinsen zu kaufen? Die Voraussetzungen für die Beantragung von Fördermitteln ließen sich dann problemlos erfüllen. Aber die Zeit läuft ab!
 
Warum kann die Idee einer der geplanten Nutzung angemessenen, den örtlichen Gegebenheiten im Hochwassergebiet optimal angepassten und zudem preisgünstigen und zugleich attraktiven Hallenkonstruktion nicht weitergedacht werden?

2019 Im Februar 2019 fand ein weiteres Treffen mit dem von der Diakonie beauftragten Architekten, bei dem die örtlichen Gegebenheiten, stadt-planerischen und hochwassertechnischen Vorgaben und die Mindestbedürfnisse der SVG noch einmal im Detail besprochen wurden. Daraufhin sollte der Entwurf konkretisiert und deren Baukosten und Realisierbarkeit durch eine Vermietung oder Verkauf an die SVG geprüft werden.
So ging man auseinander.
 
Ein zähes Warten über die Sommermonate begann. Die Mitglieder lagen dem Vorstand in den Ohren. Wann kommt der Entwurf? Was wird das Ganze kosten? Bangen um die weitere Existenz, da die Kündigungen der Grundstücks- und Wasserflächenmietverträge durch die Stadt bereits da waren, inklusive „besenreiner“ Übergabe, d.h. Abriss unseres vertrauten Clubhauses und der Halle mit unseren mühsam durch Mitgliedsbeiträge zusammengesparten Rücklagen. Die weiterhin ungeklärte Winterlagerfrage, all das zerrte an den Nerven. 
 
Der Vorstand entwickelte zwischenzeitlich zusammen mit fachkundigen Mitgliedern die Idee, am vorgesehenen Standort auf einem direkt von der Stadt mittels Erbpacht gemieteten Grundstück unser  Vereinsheim  als  eine  moderne,  architektonisch  ansprechende  zweigeschossige Hallenkonstruktion in Ständerbauweise mit attraktiver Fassade, welche sich, obgleich abweichend von der durch die Diakonie gewünschten Massivbauweise, zugleich harmonisch im Stilbruch in das Gesamtbild der Hafencity einfügt. Und das zu weit geringeren Kosten. Zumal die untere Ebene im Wesentlichen als Bootslagerhalle und Werkstatt für die Jugend-  und Trainerschlauchboote dient und bei einem Jahrhunderthochwasser zügig geräumt und gefahrlos geflutet werden kann. 

Die Idee? Gewinner auf allen Seiten. Die SVG behält ihre Heimat zu finanzierbaren Kosten und eigentumsähnlichen  Rechten, die Hafencity gewinnt an Attraktivität, die Diakonie bekommt ihren Wunschnachbarn, die Stadt erhält kostenlos den lange geforderten Hafen für
Wassersportgäste und einen Tourismusmagneten per excellence, um den sie nicht selbst kümmern muss und sie nichts kostet, aber trotzdem von ihr auch finanziell profitiert, und das schon seit Jahrzehnten.

Im Herbst 2019 stand auf Einladung des Vorstandes langer Terminsuche ein Sachstandsgespräch mit der Stadt und der Diakonie an. Die geschätzten Baukosten für ein massive Vereinsheim inklusive Halle wurden mit ca. 1,2 Mio EUR veranschlagt und die Frage der Finanzier- und damit Machbarkeit nur noch theoretischer Natur.   

Die SVG päsentierte daraufhin einen Vorschlag in Ständerbauweise mit etwa 50% der Kosten der Massivbauweise. Dieser alternative Vorschlag wurde zwischen Stadt, Diakonie und SVG sehr kontrovers diskutiert. Zunächst ohne Ergebnis.

Im Dezember 2019 hat die SVG einen eigenen Standortbeauftragten berufen. Ein wiedergewonnenes Vereinsmitglied, ausgewiesener Experte in Projektfinanzierungen und dem Aufspüren und Anzapfen von Fördermitteln im Dschungel der Fördertöpfe soll zusammen mit unserem  Architekten und dem Architekten der Diakonie Cooperationsmöglichkeiten räumlich und rechtlich ausloten, um das Gesamtprojekt zu retten. 

2018 So war es auch der Bürgermeister, welcher im Februar 2018 die Vorwerker Diakonie als künftigen Investor und die SVG zusammen-brachte. Die Vorwerker Diakonie will ein Seniorenheim  errichten und wünscht sich einen lebendigen Segelverein zur Aufwertung und
Attraktivitätssteigerung im näheren Umfeld und ist offen für eine enge bauliche Kooperation. Ein erster Entwurf für ein durch die Diakonie auf deren Grundstück zu errichtendes Seglerheim mit der zwingend notwendigen Bootshalle wurde der SVG im
Oktober 2018 vorgestellt.
2011 Schon im Jahr 2011 suchte die SVG frühzeitig aufgrund der geplanten Hafencity Geesthacht das Gespräch mit der Stadt, da nach 60 Jahren am jetzigen Standort die weitere Zukunft des Vereins mit seinen fast 200 Mitgliedern geklärt werden musste.
Einigkeit bestand zwischen Vorstand und seinen Mitgliedern von Anfang an, dass die SVG an der  Elbe  bleiben  muss,  um  auch  weiterhin Heimathafen,  Treffpunkt,  Trainings- und Ausbildungsstätte, Festsaal und Versammlungsort für junge und alte Mitglieder und Anlaufpunkt für  Wassersportgäste und „Seh“-leute zu sein. Ein Teil der Zukunft Hafencity zu sein, elektrisierte.

Mit eigenen konkreten Vorschlägen fand der Vorstand auch sogleich ein offenes Ohr. Der Bürgermeister Herr Schulze und Bauamtsleiter Herr Junge, aber auch die Stadtplanungskommission waren beeindruckt von den detaillierten Ideen und Planungen, welche durch den Vorstand vorgelegt wurden. Ehrgeizig gewiss, für einige fast ein wenig hochtrabend, aber doch eine erste Zukunftsvision einer echten „Hafencity“  und  die  SVG  als Mitgestalter.

 
Der Vorstand